Grosse Investitionen in Start-ups nehmen zu

21. Juli 2023 12:33

Zürich - Das Startup Barometer Schweiz der Unternehmensberatung EY zeigt, dass im ersten Halbjahr 2023 mit 1,92 Milliarden Franken das dritthöchste Finanzierungsvolumen seit 2015 erreicht wurde. Das meiste Geld sammelten Life Science- und Fintech-Firmen ein.

Schweizer Start-ups haben in den ersten sechs Monaten des Jahres über 1,92 Milliarden Franken an Investitionen auf sich vereint. Das ist der dritthöchste Wert seit 2015. Ausserdem geht aus dem aktuellen Startup Barometer Schweiz der Unternehmensberatung EY hervor, dass gleichzeitig die Zahl der Finanzierungsrunden zum dritten Mal in Folge sank, von 471 auf 339.

Die Medienmitteilung von EY zeigt auch, dass die Top 5 unter den Start-up-Finanzierungen im ersten Halbjahr 2023 zusammen ein Volumen von 612 Millionen Franken erreicht haben: Haqq Association 182 Millionen, Distalmotion 135 Millionen, Noema Pharma 103 Millionen, GetYourGuide 99 Millionen Franken und Alentis Therapeutics 96 Millionen Franken.

Die meisten Finanzierungen flossen in die Gesundheitsbranche (96), gefolgt von Software & Analytics (83), Hardware (35), Fintech/Insurtech (27) und Climatech/Greentech/Cleantech (26). Von den 339 Finanzierungen haben 36 oder 11 Prozent einen Nachhaltigkeitsbezug. Rund 345 Millionen Franken oder 18 Prozent wurden in nachhaltige Start-ups investiert. Alternative Finanzierungen wie Schwarmfinanzierung oder via Token machten 2,2 Prozent des investierten Gesamtvolumens aus.

Bei der Rangfolge der Regionen mit Zürich (140) und der Romandie (101) an der Spitze zeigt sich ein bekanntes Bild. Neu ist, dass sich beim Blick auf die investierten Summen hinter diese beiden die Nordwestschweiz auf den dritten Rang vorgeschoben hat: mit nur 24 Finanzierungen erreichten dortige Start-ups ein sehr hohes Volumen von 345 Millionen Franken.

In den 149 Finanzierungsrunden, bei denen alle Investoren bekannt sind, leisteten Schweizer Investoren nur 2 Prozent des Gesamtvolumens. Gemischte Investorengruppen (46 Prozent) und rein ausländische Investoren (52 Prozent) trugen den grössten Anteil bei. ce/mm

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