Rothschild wächst wieder

21. Januar 2016 15:00

Zürich – Die Rothschild Bank Zürich ist für die weltweit tätige Gruppe zum Hub in der Vermögensverwaltung geworden. Auch die Kundengelder nehmen wieder zu, wenn auch langsam, sagt CEO Veit de Maddalena in einem Interview.

Die von der Rothschild Bank Zürich verwalteten Kundengelder legen wieder um knapp 3 Prozent zu. Das bestätigt CEO Veit de Maddalena in einem Interview mit der „Handelszeitung“.  Inzwischen würden in Zürich knapp 25 Milliarden Franken verwaltet. „Das ist eine sehr gute Basis, aber natürlich wollen wir in unseren Zielmärkten weiter wachsen“, sagt er. Weltweit wachse die Gruppe sogar im oberen einstelligen Bereich. Gerade in Asien lege Rothschild Zürich zu. Anders als manche Konkurrenten verzichte die Bank in Asien auf eine grosse Infrastruktur. „Was in Asien an Vermögen akquiriert wird, wird über den Hub Schweiz abgewickelt.“

Zürich habe sich zudem innerhalb der Gruppe zu einem Hub für eine Reihe von Backoffice-Aufgaben entwickelt, so de Maddalena. „Zürich ist der weltweite Hub der Vermögensverwaltung, die Schweizer Einheit hält letztlich fast alle Assets des Wealth Management“, sagt er. „Auch für das Trustgeschäft ist die Schweiz der Hub.“ Dank der grösseren Volumen könne die Schweizer Einheit auch den Margendruck wegen des starken Franken teilweise auffangen.

Veit de Maddalena rechnet mit dem Verschwinden eines Teils der Privatbanken in der Schweiz. „Eine Konsolidierung findet ganz klar statt und es werden wohl noch einige weitere Institute verschwinden.“ Rothschild sei offen für Zukäufe, vorausgesetzt, die Kundenbasis sei gut und die Kultur und der Beratungsansatz passten zum eigenen Haus.  stk.

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