Rieter legt die Latte höher

14. Mai 2021 12:56

Winterthur - Rieter strebt für das erste Halbjahr 2021 Bestellungseingänge in Gesamthöhe von 800 Millionen Franken an. Ursprünglich hatte der Maschinenbauer nur rund die Hälfte des neuen Wertes erwartet. Hintergrund für den gesteigerten Ausblick sind Nachholeffekte in der Textilindustrie.

Rieter habe allein im April Bestellungseingänge im Gesamtwert von rund 300 Millionen Franken verbucht, informiert der Winterthurer Maschinenbauer in einer Mitteilung. Das Unternehmen passt daher seinen Ausblick für das erste Semester des laufenden Geschäftsjahres auf Bestellungseingänge im Gesamtwert von 800 Millionen Franken an. Ursprünglich hatte Rieter erwartet, lediglich den Wert aus dem letzten Halbjahr des vorherigen Geschäftsjahres übertreffen zu können. Im zweiten Semester 2020 waren Bestellungen im Gesamtwert von 389,5 Millionen Franken eingegangen.

Beim Umsatz geht Rieter für das erste Halbjahr 2021 jedoch weiterhin von einem Wert „unterhalb der Gewinnschwelle“ aus, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Im Gesamtjahr soll dennoch ein operativer Gewinn realisiert werden. Details sollen am 15. Juli im Rahmen der Vorstellung des Halbjahresergebnisses kommuniziert werden.

Im Berichtsjahr will Rieter zudem mit der Umsetzung des Rieter Campus beginnen, heisst es weiter in der Mitteilung. Am Standort Winterthur ist ein Kunden- und Technologiezentrum sowie ein Verwaltungsgebäude geplant. Der Verwaltungsrat habe die Umsetzung des Projekts nun genehmigt, informiert Rieter. Der Hersteller von Maschinen, Systemen und Komponenten für die Faserverarbeitung ist mit 15 Standorten in zehn Ländern vertreten. Insgesamt beschäftigt der Konzern 4420 Mitarbeitende, davon ein Fünftel in der Schweiz. hs

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