Wohneigentum erzielt neue Höchstpreise

25. Februar 2021 14:51

St.Gallen - Die Preise für Wohneigentum haben trotz Pandemie neue Höchstwerte erreicht. Auch die Preise für Büroflächen sind aktuell noch nicht gesunken. Dies stellt Raiffeisen Schweiz in einer Studie fest. Die Autoren empfehlen jedoch, Bauprojekte für Büros auf die Post-Corona-Realität anzupassen.

Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum sind zum Jahresende 2020 auf neue Höchstwerte gestiegen, informiert Raiffeisen Schweiz in einer Mitteilung zur Studie „Immobilien Schweiz Q1/Q2“. Konkret haben die Analysten der Bankengruppe einen Anstieg der Preise von Einfamilienhäusern um 2,9 und von Eigentumswohnungen um 3,1 Prozent im Jahresvergleich beobachtet. Sie rechnen damit, dass die Preise für Wohneigentum auch in diesem Jahr weiter steigen. „Für Haushalte, welche die Tragbarkeitsrichtlinien und Eigenkapitalvorgaben erfüllen, ist und bleibt der Erwerb von Wohneigentum aus reiner Kostenperspektive ein ökonomisch sinnvoller Entscheid“, wird Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz, in der Mitteilung zitiert.

Im Büroflächenmarkt habe die Pandemie bisher ebenfalls nicht zu sinkenden Preisen geführt, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Der Test steht diesem Markt erst noch bevor, denn er ist von langfristigen Mietverträgen geprägt und Umstellungen hin zu flexiblen Arbeitsmodellen erfolgen nicht über Nacht“, meint Neff. Bei anstehenden Bauprojekten sollten aber „unbedingt grundsätzliche Fragen zur Sinnhaftigkeit eines Projektes und dessen Chancen in der Post-Corona-Realität gestellt werden“, empfiehlt der Raiffeisen-Chefökonom.

Im Nischenmarkt Wohngemeinschaften (WG) haben die Studienautoren hingegen deutliche Spuren der Pandemie ausgemacht. „Die Nachfrage nach WG-Zimmern in diesem dynamisch reagierenden Markt ist regelrecht eingebrochen, wie unsere Analyse der Daten der grössten Plattform wgzimmer.ch zeigt“, erläutert Neff. Der Anteil der Schweizer, die ihre Wohnung mit einem oder mehreren Mitbewohnenden teilen, hatte innert zehn Jahren bis 2018 von 1,5 auf 2,7 Prozent zugelegt. hs

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