Umsatz von Landis+Gyr geht deutlich zurück

06. Mai 2021 15:00

Cham ZG - Landis+Gyr hat im Geschäftsjahr 2020 mehr als 20 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr erwirtschaftet. Grund sind Projektverzögerungen sowie die Folgen der Corona-Krise. Das Unternehmen hat mit konzernweiten Massnahmen zur Rationalisierung reagiert und unter anderem 697 Stellen abgebaut.

Der Nettoumsatz von Landis+Gyr ist im Geschäftsjahr 2020 deutlich gesunken. Grund waren verlangsamte Projekte aufgrund der COVID-19-Pandemie. Diese hatte vorübergehende Schliessungen von Fabriken sowie Ausfall und Verzögerungen bei geplanten Installationen der digitalen Strom- und Gaszähler von Landis+Gyr zur Folge, heisst es in einer Medienmitteilung. Dadurch sank der Umsatz währungsbereinigt um 20,8 Prozent von 1’699 Millionen Dollar im Jahr 2019 auf 1ʼ357,4 Millionen Dollar.

Als Reaktion hat die Geschäftsleitung eine globale Restrukturierungs- und Optimierungsinitiative veranlasst. Diese beinhaltete neben der Senkung von Betriebs- und Investitionsausgaben auch einen Stellenabbau von 12 Prozent. Das entspricht 697 Mitarbeitenden auf allen Ebenen und in allen Regionen des Unternehmens, heisst es weiter in der Medienmitteilung. Auch Kurzarbeit kam zum Einsatz. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben mit fast 142 Millionen Dollar dennoch hoch und entsprachen 10,4 Prozent des Nettoumsatzes.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Hersteller von smarten Messlösungen eine bessere Auftragslage und ein Wachstum in Höhe von 7 bis 11 Prozent. Die Aktionäre von Landis+Gyr erwartet eine Ausschüttung von 2,10 Franken pro Aktie. Diese will der Verwaltungsrat der Generalversammlung am 24. Juni 2021 vorschlagen. Das entspreche einer Ausschüttung von rund 64 Millionen Dollar. ko

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