Gemeinsame Zertifizierung für Krebszentrum Aarau-Baden erteilt

28. August 2020 13:23

Baden AG - Die Kooperation der beiden Kantonsspitäler Aarau (KSA) und Baden (KSB) bei der Strahlentherapie ist gemeinsam nach der ISO-Norm zertifiziert worden. Erstmals in Europa wurde auch die Hyperthermie-Behandlung des KSA zertifiziert.

Durch die Einrichtung eines gemeinsamen Radio-Onkologie-Zentrums in den Kantonsspitälern Aarau und Baden steht das Therapieangebot mit Strahlenbehandlung der Bevölkerung in einem grossen Einzugsgebiet zur Verfügung. Dort werden jährlich rund 1800 Patientinnen und Patienten behandelt. „Eine Zertifizierung über zwei Spitäler ist äusserst anspruchsvoll und funktioniert nur, wenn alle Hand in Hand arbeiten“, erklärt Professor Stephan Bodis, Chefarzt Radio-Onkologie Aarau und Leiter des Zentrums in einer Medienmitteilung.

Das Qualitätssiegel der ISO-Norm 9001 bestätigt, dass die Behandlungsprozesse – sowohl im KSA als auch im KSB, aber auch zwischen den Spitälern – optimal auf die Patientinnen und Patienten abgestimmt sind, heisst es in der gemeinsamen Medienmitteilung von KSB und KSA. Sie erhalten eine von Beginn weg optimal geplante Behandlung am für sie passenden Standort. Das Radio-Onkologie-Zentrum verfügt in beiden Spitälern über eine Strahlentherapieabteilung.

Darüber hinaus werden in Aarau hochspezialisierte Bestrahlungstherapien wie die kombinierte Hyperthermie-Strahlenbehandlung eingesetzt. Diese Therapie hat zeitgleich mit der Zentrumszertifizierung ebenfalls das international anerkannte ISO 9001-Zertifikat bekommen. Europaweit ist das einmalig, erklärt das Zentrum. Es geht dabei um eine lokale Form der Krebsbehandlung und wird am KSA ausschliesslich in Kombination mit einer gleichzeitigen lokalen Tumorbestrahlung angeboten. Durch Überwärmung der Tumorregion wird die Wirkung der Strahlentherapie verstärkt. „Das KSA ist schweizweit führend in der Hyperthermie-Behandlung, forscht erfolgreich auf diesem Gebiet und erlangte deshalb international eine hervorragende Reputation“, erklärt das Kantonsspital. Dort hofft man, mit der internationalen Prüfung einen weiteren Schritt für die Etablierung dieser Therapie gemacht zu haben. gba

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