Bucher erholt sich im dritten Quartal

27. Oktober 2020 13:59

Niederweningen ZH - Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von Bucher Industries hat sich laut Unternehmensangaben zwischen Juli und August 2020 wieder normalisiert. Die meisten Standorte konnten ihre Produktion ohne nennenswerte Einschränken wieder aufnehmen und ausliefern.

Nach einem „sehr schwierigen“ zweiten Quartal hätten sich die meisten Märkte von Bucher Industries erholt, heisst es in einer Medienmitteilung des Unternehmens. Die Nachfrage habe sich bei allen Divisionen ausser Bucher Specials verbessert. An den meisten Standorten habe unter Einhaltung von Schutzkonzepten wieder produziert werden können. Die Situation bei der Lieferkette habe sich entspannt. Zudem seien im dritten Quartal weniger Vollzeitbeschäftigte in Kurzarbeit gewesen. Verkauf und Service hätten sich jedoch nur bedingt durch digitale Kommunikation ersetzen lassen. 

Die Aufwertung des Schweizer Frankens habe sich mit 5 Prozentpunkten negativ auf Auftragseingang und Umsatz ausgewirkt. Der Konzern habe die Liquidität und Rentabilität sicherstellen können. Er verfüge weiterhin über eine solide Finanzlage.

Der Auftragseingang der Bucher-Division Kuhn Group sei „erfreulich“ angestiegen. Auch der Umsatz bei den Landmaschinen habe sich erholt, sei jedoch vor allem wegen Währungseffekten über die gesamte Berichtsperiode hinweg unter dem Vorjahreswert geblieben. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet die Division mit einem etwas geringeren Umsatzrückgang als in den ersten neun Monaten.

Die Nachfrage nach den Produktgruppen Müllfahrzeuge und Kanalreinigung von Bucher Municipal befinde sich aktuell auf einem zufriedenstellenden Niveau. Jedoch würden weniger Kehr- und Winterdienstfahrzeuge nachgefragt. Wegen des Anfang Juli verhängten zweiten Lockdowns in Melbourne habe der Umsatz deutlich unter dem sehr hohen Vorjahreswert gelegen. Für das Gesamtjahr werde die Betriebsgewinnmarge im mittleren einstelligen Bereich liegen.

Bei Bucher Hydraulics hätten die „wichtigen Segmente" Landtechnik und Fördertechnik „eine erfreuliche Belebung“ gezeigt. Hingegen sei die Nachfrage für Baumaschinen weiterhin tief geblieben, vor allem in Europa. Trotz des „substanziellen Umsatzrückgangs“ rechnet die Division mit einer zweistelligen Betriebsgewinnmarge.

Bei Bucher Emhart Glass scheint die Talsohle durchschritten. Zwar sei der Auftragseingang gegenüber dem „ausserordentlich hohen Vorjahr“ um fast die Hälfte zurückgegangen, sei aber weniger rückläufig als im ersten Halbjahr 2020. Auch der Umsatz erhole sich. Die Betriebsgewinnmarge dürfte im knapp zweistelligen Bereich resultieren, so Bucher.

Bucher Specials habe einen „sehr starken Rückgang“ im Auftragseingang und -bestand hinnehmen müssen. Die Division geht hier für das Gesamtjahr von einem „deutlichen Umsatzrückgang“ aus.

Der Gesamtkonzern erwartet für das Jahr 2020 „einen leicht geringeren Umsatzrückgang als in den ersten neun Monaten und eine Betriebsgewinnmarge in der Grössenordnung des ersten Halbjahrs sowie ein entsprechend rückläufiges Konzernergebnis". mm

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