Axpo versechsfacht ihre Solarambitionen

22. November 2022 12:42

Baden AG - Die Axpo erweitert ihr Geschäft mit Solarstrom erheblich. Bis 2030 will sie in den Alpen und im Schweizer Mittelland statt der bisher geplanten 0,2 Gigawatt nun mehr als 1,2 Gigawatt Leistung zubauen.

Die Axpo Holding AG mit Sitz in Baden versechsfacht ihre Solarambitionen in der Schweiz und baut eine weitere alpine Solaranlage. Laut Medienmitteilung will der Energieversorger bis 2030 in den Alpen und im Schweizer Mittelland Solaranlagen mit mehr als 1,2 Gigawatt Leistung zubauen. Das entspricht dem Jahresbedarf von mehr als 300'000 Haushalten. Das bisherige Ausbauziel betrug 0,2 Gigawatt.

Laut der Mitteilung leisten im Winter vor allem Solaranlagen über der Nebelgrenze einen wertvollen Beitrag zu einer nachhaltigen und sicheren Stromversorgung. Nach der Fertigstellung der Anlage an der Muttsee-Staumauer befindet sich bereits die nächste alpine Solaranlage in der Vorbereitung. Die Pläne werden von der Axpo-Tochtergesellschaft CKW in Luzern umgesetzt. Für den Ausbau rechnet Axpo mit Investitionen von insgesamt rund 1,5 Milliarden Franken.

Ein wichtiger Grund für die Erhöhung der Ausbaupläne seien temporäre Erleichterungen der politischen Rahmenbedingungen für alpine Anlagen, so Axpo. Darin wird auf die Verabschiedung des „dringlichen Bundesgesetzes zur kurzfristigen Bereitstellung einer sicheren Stromversorgung im Winter“ verwiesen. Damit würden die Voraussetzungen für den raschen Zubau von Freiflächenanlagen für Photovoltaik mit hoher Winterproduktion geschaffen.

Der Anspruch auf ein vereinfachtes Bewilligungsverfahren und auf zusätzliche Fördermittel gilt bis Ende 2025 oder bis zu einer Gesamtjahresproduktion von zwei Terawattstunden. „Die Kombination der Rahmenbedingungen durch die Politik, welche derartige Investitionen überhaupt erst ermöglichen, mit den höheren Marktpreisen für Strom erlaubt diese Offensive“, wird Axpo-CEO Christoph Brand zitiert. gba

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