Erweiterte Realität ermöglicht ABB-Team Ferndiagnose

17. September 2020 13:58

Quartino TI - Das Kundenservice-Team von ABB in Quartino konnte auch während der pandemiebedingten Reisebeschränkungen Probleme einer grossen britischen Industrieanlage lösen. Eine entsprechende digitale Technologie zur Fernunterstützung wurde nach Ausbruch der Corona-Krise implementiert. Sie nutzt Erweiterte Realität.

Mithilfe von Erweiterter Realität (Augmented Reality, AR) konnte das Tessiner ABB-Team in Quartino die möglichen Ursachen für Probleme einer britischen Anlage zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) untersuchen. Eigentlich wäre dafür eine Begutachtung vor Ort notwendig gewesen, heisst es in einer Medienmitteilung. Wegen der Reisebeschränkungen während der Pandemie war dies jedoch nicht möglich. Acty, die Smartphone-Lösung für die Erweiterte Realität, wurde vom ABB Power Protection USV Service kurzfristig implementiert und half bei der Lösung des Problems.

Mit der eingeschalteten Videofunktion auf den Smartphones an beiden Orten konnte das Team auf dem Bildschirm zeichnen und markieren, um auf bestimmte Bereiche hinzuweisen, die gemessen oder analysiert werden sollten. So konnte ein lokaler Techniker durch die Arbeitsschritte geführt werden. Durch die dabei übermittelten Informationen konnte das Support-Team eine Karte des Kühlstroms erstellen. Es identifizierte schliesslich die kritischen Stellen, die das Problem verursacht hatten.

Zurzeit prüft ABB den Einsatz von Brillen für die Erweiterte Realität. Sie sollen demnächst für künftige Service-Einsätze getestet werden. Eine solche Brille würde es Technikern vor Ort ermöglichen, die Arbeit ohne Smartphone zu leisten und damit beide Hände frei zu haben. ABB Quartino entwickelt ausserdem eine Reihe interaktiver Schulungen für USV-Techniker. Für sie biete die App wesentlich mehr Möglichkeiten als die üblichen passiven Schulungen, so ABB. mm

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